Die Wette des Teufels über den Spuckstein Es waren einmal ein Teufel und ein Engel - der Teufel mit Namen Gerd und der Engel mit Namen Klaus. Sie waren die besten Freunde, weil sie zusammen aufgewachsen sind.  Obwohl sie nun auf verschiedenen Seiten kämpften, tranken sie hin und wieder einen Becher Met auf einer gemütlichen Metwolke. Dieser Met war natürlich himmlischer Met und so etwas Ähnliches wie Honigsaft selbstverständlich ohne Alkohol. Manches Mal fragte sich Klaus, wie es dazu gekommen ist, dass Gerd der dunklen Macht diene, aber er fand keine Antwort. Es geschah eher schleichend. Und wenn sie sich trafen und in Ruhe den Met zu sich nahmen, dann stellte sich  etwas von der alten Verbundenheit wieder ein. Diese drückte sich oft darin aus, dass sie ihre Kräfte maßen, wie es bei Jungs eben üblich ist. So kam es, dass Klaus und Gerd eine Wette eingingen. Wir Menschen schrieben das Jahr 1831. Ich wette, dass ich es schaffe, dass Menschen auf das Kreuz spucken. Das ist leicht und keine Wette wert. Ich wette, dass ich es schaffe, dass ein christlicher Mönch auf das Kreuz spuckt und er sogar Christen dazu ermutigt es auch zu tun, sagte Gerd. Das hat es schon gegeben. Ich wette, dass ich es schaffe, dass ein christlicher Mönch im öffentlichen Einvernehmen der Kirchenväter auf das Kreuz spuckt und er sogar Christen dazu ermutigt es auch zu tun, trumpfte Gerd auf. Nein, das schaffst du nicht. Nun, wenn du dir so sicher bist, dann schlag ein in die Wette, stichelte Gerd. War sich Klaus seiner Sache so sicher oder kam die alte Rivalität, wie sie gerade zwischen besten Freunden häufig auftritt, wieder zum Vorschein, jedenfalls willigte Klaus ein. Ihr müsst wissen, dass Klaus schon groß war, aber noch nicht erwachsen und ihm die Flügel noch wuchsen. Gut, ich schlage ein in die Wette, aber wir bestimmen den Ort und es geht um ein und dasselbe Kreuz, sonst sind wir nur damit beschäftigt, Beispiele für unsere Wette zu suchen, meinte Klaus. Einverstanden Um was wetten wir? Solange Christen auf dieses Kreuz spucken, wachsen meine Flügel und deine nicht, wenn sie damit aufhören, dann wachsen deine Flügel und meine nicht, schlug Gerd vor. Das ist ein hoher Einsatz, aber ich bin mir sicher, dass ich gewinne und schlage ein in die Wette. So, ich muss los, nach Bremen. Der Engel Klaus begann seine Tagesrunde wie immer in Bremen. Das trifft sich gut, in Bremen habe ich heute auch zu tun, da ist eine Hinrichtung, sprach der Teufel. Es war der 21. April des Jahres 1831. Und so kam es, dass Engel und Teufel an diesem Tage zugleich nach Bremen flogen. ...©Olivia Douglas, 2008 (Um den Status “unveröffentlicht” zu erhalten, drucke ich die Geschichte hier nicht vollständig ab. Für das private Vorlesen, schicke ich gerne die ganze Geschichte per E-Mail zu, denn genau dafür wurde sie geschrieben.)