Der Roland soll entführt werden Pferdegetrappel in der Nacht auf dem Kopfsteinpflaster. Der Marktplatz zu Bremen war menschenleer. Nur ein Hund und eine Katze streunten herum. Zwei Französische Soldaten ritten auf den Platz machten sich an der Rolandstatue zu schaffen. C’est jolie, die ist schön die Statute de Rolande. Statue, verbesserte der andere Soldat. Mon Dieu, isch weiß, aber wir bringön die Statue de Rolande nach Paris, c’est sure, das ist sischörr. Damit verdienen wir uns eine Beförderung und unsere kleine Eskapade wird vergessen sein. Das bleibt unsör Ge..eimniis, die Bevölkörung soll noch nischts erfahrön. Sie ritten eilig davon und beachteten die Katze und den Hund nicht weiter. Habt ihr das gehört, unser Roland soll nach Paris verschleppt werden? Die Katze funkelte wütend mit den Augen, der Hund knurrte gefährlich. Wir müssen sie anderen Stadtmusikanten informieren. Der Hund Klaus-Dieter fing an, laut zu heulen. Im Nu waren der Hahn Detlef und der Esel Egon zur Stelle. Was gibt’s, dass ihr mich mitten in der Nacht stört. Detlef war gereizt und strich seine zerzausten Federn glatt. Egon war noch nicht ganz wach, stand etwas schwankend vor Klaus-Dieter und musste plötzlich heftig niesen. Hatschi Pssst – ruhig. Konrad verpasste Egon einen schmerzhaften Seitenhieb mit der Pfote. Aaauuu Wenn die Soldaten und zusammen sehen, erkennen sie uns und nehmen uns fest. So lange dieser Haftbefehl gegen uns existiert, müssen wir verdammt aufpassen. Die wollen unseren Roland stehlen – das gibt’s. Wwwie schschtehlen? Fragte Egon. Die Soldaten wollen den Roland nach Paris bringen und es soll noch geheim bleiben. Konrad zitterte vor Wut. Na so eine Frechheit, denen werden wir aber die Suppe versalzen. Detlef flog auf den Kopf des Rolands. Und was sagst du dazu, Roland? Gggenaaaauuu. Alle blickten den Roland fragend an. Wer ruft? Was wollt ihr? Der Roland schien von weit her zu kommen. Du sollst entführt werden. Die Franzosen wollen dich nach Paris bringen. Ich soll aus Bremen gebracht werden? Das darf nie geschehen. Er sprach immer noch etwas schwerfällig. ... ©Olivia Douglas, 2008 (Um den Status “unveröffentlicht” zu erhalten, drucke ich die Geschichte hier nicht vollständig ab. Für das private Vorlesen, schicke ich gerne die ganze Geschichte per E-Mail zu, denn genau dafür wurde sie geschrieben.)