Wie die Stadtmusikanten nach Bremen kamen Es waren einmal ein Esel, ein Hund, eine Katze und ein Hahn, besser bekannt unter dem Namen „Die Bremer Stadtmusikanten“. Sie lebten in einem Räuberhaus tief im Walde. Bis dahin kennt ihr sicher die Geschichte. Aber da ist sie noch lange nicht zu Ende, weil sie nach Bremen wollten und das Räuberhaus tief im Walde, aber eben nicht in Bremen war. Wie kam es dazu, dass sie doch noch ihren Weg nach Bremen fanden? Es geschah in einer kalten Dezember-Nacht, als der Hahn aufgeregt zu krähen begann, obwohl es noch nicht tagte. Die Katze fauchte beleidigt, weil sie es gar nicht liebte, wenn man ihren Schlaf früh morgens störte, da sie in der halben Nacht herumstreunte. Der Hund knurrte pflichtgemäß ein wenig, drehte sich wieder zur Seite und schlief weiter. Der Esel fuhr sich etwas verärgert mit dem Vorderhuf über die Ohren, fast so, als könne er das lästige Geräusch damit verscheuchen. Aber der Hahn ließ nicht locker und krähte weiter. Mit einem Schlag war der Hund hellwach, seine Nase hatte Witterung aufgenommen.  Er schlich geduckt zum Eingangstor. Der Geruch wurde immer stärker. Waauuuuuuuu, was so viel wie Bäralarm hieß. Katze und Esel fuhren mit einem Satz hoch. Bbbbbäa alllllarm, stotterte der Esel. Miau kam es resolut von der Katze, was so viel heißt, wie „ja und Schnauze“. Das durfte sie sagen, weil er ja eine Schnauze hat. Dddu kkkannst mir gggar niiiix… Aaarrrggghhh dröhnte es unmissverständlich von draußen herein. Alle erstarren. Ein Bär vor ihrer Hütte. Ddder kkkkann ddas ttor ssso einschschlagen, kam es resigniert von dem Esel. Fast ausgewachsen, noch jung analysierte der Hund, was ihm seine Nase mitteilte. Dem pick ich die Augen aus, gab sich der Hahn kampfwütig. Nur die Katze blieb still. Alle sahen sie an. Und was denkst du, fragte der Hund. Miaaaaau, wir brauchen eiiine Liiiiist. Dddas sssagggst ddu ssso einfffach. Aaaarrggghhhh und ein Prankenhieb an das Tor unterbrachen jäh die Beratung der Tiere. Nun war guter Rat teuer. Wir sind dem Schlachter entflohen, haben die Räuber überlistet und sollen jetzt von einem Bären gefressen werden? Niemals! Die Augen der Katze funkelten angriffslustig in der Dunkelheit. Nnnniiiiemals Niemals Sie bildeten einen Kreis und heckten einen Plan aus. Aaaaaaaaaaaaaagggggh und ein Prankenhieb ließ die Seitenwand erzittern. Schnell, wie haben keine Zeit mehr. Jetzt bloß keine Panik, dann gelingt es uns nicht. ...       ©Olivia Douglas, 2008 (Um den Status “unveröffentlicht” zu erhalten, drucke ich die Geschichte hier nicht vollständig ab. Für das private Vorlesen, schicke ich gerne die ganze Geschichte per E-Mail zu, denn genau dafür wurde sie geschrieben.)