Die Sieben Faulen Eine alte Legende neu erzählt    Es waren einmal ein armer Bauer und seine Frau, die lebten in dem kleinen Dorf mit dem Namen Bremen. Sie wohnten in einer windschiefen Hütte am Weserstrand. Und wenn die Weser bei Flut über die Ufer stieg, standen seine Wiesen unter Wasser und die Feldarbeit war sehr beschwerlich. Es war nicht leicht für den Bauern, sich, seine Frau und seine sieben Söhne von dem kärglichen Ertrag zu ernähren. Aber Bremen war schon damals, als es noch ein kleines Dorf war, ein ganz besonderer Ort und so kam es, dass dieser Bauer und seine Frau, trotz ihrer Armut, glücklich waren. Ja, sagte er immer, wenn er zum Feierabend mit seiner Frau vor der windschiefen Hütte saß, „Wir haben nicht viel, aber wir haben uns – und das ist viel.“. „Jou, Hein, wo de Recht heest, do heeste allemol Recht“, sagte Mama Bruns. Er zog schmunzelnd an seiner Pfeife und sie drückte verstohlen seine Hand. Als nun die Söhne heranwuchsen, vertrieben sie sich die Zeit mit allerlei Streichen – echte Bremer Jungs eben. Vor ihrem Schabernack war niemand sicher. Nicht alle im Dorf verstanden Spaß und so kam es, dass Nachbarn tuschelten. Die sieben faulen Tunichtgute sind eine Schande für unser Dorf. Papa und Mama Bruns standen hinter ihren Jungs und liebten sie so, wie sie waren, ohne wenn und aber. Und so kam es, dass die sieben Bremer Jungs sich nicht um das Geschwätz der anderen kümmerten, sie wussten sich von ihren Eltern geliebt. Wir haben nicht viel, aber wir haben uns – und das ist viel, sagten sie. So vergingen die Jahre und aus den kleinen Jungs wurden kräftige, junge Männer. Wo andere schon hart arbeiten mussten, da lagen die sieben Bruns Jungs am Weserstand, da ihr Vater nicht genug Arbeit für alle hatte. Gegen Mittag knurrte ihnen gehörig der Magen. Die steife Weserbrise machte wohl sehr hungrig. Muttern trug immer für alle auf. Nach dem anstrengenden Essen legten sich die Sieben erst einmal Schlafen und schnarchten um die Wette. Die Nachbarn nannten sie nur noch „Die Sieben Faulen“. Als sie so am Weserstrand lagen, wurde ihnen langweilig ... ...  bis der Älteste der Brüder vorschlug, Arbeit zu suchen. Also machte sie sich auf und fragten bei den Bauern an, ob sie Arbeit für sie hätten. Ja, Arbeit haben wir genug, aber nicht für euch Sieben Faule. Gut, dann lasst uns einen Deich bauen, damit eure Wiesen bei Flut nicht mehr überschwemmt werden. Da seht ihr es – ihr seid einfach zu faul, das nasse Gras zum Trocknen zu wenden. Wo sie auch fragten, selbst in den umliegenden Orten, überall kannte man schon die Kunde von den Sieben Faulen und jagte sie vom Hof. ... ©Olivia Douglas, 2008 (Um den Status “unveröffentlicht” zu erhalten, drucke ich die Geschichte hier nicht vollständig ab. Für das private Vorlesen, schicke ich gerne die ganze Geschichte per E-Mail zu, denn genau dafür wurde sie geschrieben.)  2 Booklets (große und Wichtel-Version) mit je 9 Seiten, für zusammen: 5.00€, Versand Inland 2,00€,  handgefertigt, gedruckt auf weißem Recyclingpapier.  Maile mir einfach Namen & Anschrift & gewünschten Artikel und ich schicke die Kontodaten.  Nach der Gutbuchung, versende ich an Werktagen innerhalb von 24 Stunden.  info@olivia-douglas.eu